Wandelröschen (Lantana camara) Steckbrief: Merkmale, Herkunft und Pflege

Das Wandelröschen ist eine pflegeleichte, farbenfrohe Pflanze für Balkon und Garten. Erfahren Sie jetzt, wie Sie Wandelröschen richtig pflegen.

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Wichtigste Erkenntnisse zum Wandelröschen

  • Das Wandelröschen wird bis zu 1,5 Meter hoch und kann buschig oder hängend wachsen.
  • Stammt aus den tropischen Regionen Mittel- und Südamerikas und gehört zu den Eisenkrautgewächsen.
  • Besondere Merkmale sind der charakteristische Farbwechsel der Blüten von Gelb nach Violett und der buschige Wuchs.
  • Benötigt einen warmen, sonnigen Platz mit gut durchlässigem Boden sowie regelmäßiges Gießen und Düngen.
  • Rückschnitt im Frühjahr fördert neues Wachstum und eine dichte Wuchsform.
  • Ist nicht winterhart und muss frostfrei überwintert werden.
  • Alle Pflanzenteile, insbesondere die Früchte, sind giftig und erfordern Vorsicht.
Bereich Kurz erklärt
Wichtigste Erkenntnisse zum Wandelröschen Das Wandelröschen ist eine auffällige Zierpflanze mit Blüten, die im Laufe der Zeit ihre Farbe verändern
Herkunft und Merkmale des Wandelröschen Das Wandelröschen ( Lantana camara ) gehört zur Familie der Eisenkrautgewächse (Verbenaceae)
Fazit Das Wandelröschen ist eine bunte und pflegeleichte Pflanze für sonnige Balkone und Gärten

Inhaltsverzeichnis

Wichtigste Erkenntnisse zum Wandelröschen

Das Wandelröschen ist eine auffällige Zierpflanze mit Blüten, die im Laufe der Zeit ihre Farbe verändern. Es wächst buschig und ist ideal für Balkone oder warme Gärten. Ursprünglich stammt die Pflanze aus den tropischen Regionen Mittel- und Südamerikas. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie diese Pflanze erkennen und richtig pflegen. Auch die Überwinterung ist wichtig, damit Sie lange Freude daran haben.

Die Pflanze kann bis zu 1,5 Meter hoch werden und zeigt buschigen oder hängenden Wuchs. Ihre Blüten wechseln während der Blütezeit von Gelb über Orange zu Rot und Violett. Ein sonniger Standort mit durchlässigem Boden ist ideal. Regelmäßiges Gießen und Düngen unterstützen das Blühen. Ein Rückschnitt im Frühjahr sorgt für einen dichten Wuchs. Sie ist nicht winterhart und sollte frostfrei überwintern. Achtung: Alle Teile der Pflanze, besonders die Früchte, sind giftig.

Herkunft und Merkmale des Wandelröschen

Das Wandelröschen (Lantana camara) gehört zur Familie der Eisenkrautgewächse (Verbenaceae). Die Pflanze stammt aus den warmen Tropen Süd- und Mittelamerikas. Dort blüht sie das ganze Jahr. In unseren Regionen blüht die Pflanze meist von Juni bis Oktober.

Charakteristische Merkmale

Diese Pflanze wächst als buschiger Strauch oder mit leicht hängenden Zweigen. Sie wird 100 bis 150 Zentimeter hoch. Die Zweige sind rau und tragen oft kleine Borsten, die sich wie Stacheln anfühlen. Die Blätter sind eiförmig, rau und haben gezackte Ränder. Sie sitzen gegenüber an den Zweigen.

Die Blüten stehen in doldenartigen Gruppen und sind 1,5 bis 3 Zentimeter groß. Während der Blütezeit verändern sie ihre Farbe. Meist beginnen sie gelb oder weiß und wechseln dann zu Orange, Rot, Rosa oder Violett. Das gibt der Pflanze ihr besonderes Aussehen.

Die Früchte sind kleine Steinfrüchte. Sie sind zuerst grün und reifen dann zu metallisch dunkelblau oder schwarz. Alle Pflanzenteile enthalten giftige Stoffe, besonders die Früchte. Deshalb sollten Sie sie weder anfassen noch essen.

„Das Wandelröschen ist ein farbenfroher Strauch mit einem charakteristischen Farbwechsel der Blüten, der es zu einem beliebten Schmuckstück auf Balkonen und in Gärten macht.“

Quelle: Mein Schöner Garten

Standortansprüche des Wandelröschen

Die Pflanze braucht einen warmen und sonnigen Platz. Volle Sonne sorgt für ein gutes Wachstum und reichliche Blüten. Schatten sollte man vermeiden, denn dann blüht die Pflanze weniger und wächst kaum.

Der Boden muss gut durchlässig sein und darf nicht zu nährstoffreich sein. Ein leichter bis mittlerer Nährstoffgehalt ist optimal. Staunässe muss man auf jeden Fall verhindern, sonst faulen die Wurzeln. Sandige bis leichte Lehmböden mit einem leicht sauren pH-Wert sind passend.

Als Topfpflanze ist das Wandelröschen ideal für Balkon oder Terrasse. So lässt es sich bei Kälte leicht ins Haus holen.

Pflege und Überwinterung von Wandelröschen

Die Pflege ist einfach und auch für Anfänger geeignet. Damit die Pflanze gesund bleibt und viele Blüten bildet, sollten Sie einige Dinge beachten.

Gießen und Düngen

Im Sommer benötigt das Wandelröschen regelmäßige Wassergaben. Am besten gießt man morgens oder abends. Man sollte vermeiden, die Blätter nass zu machen, um Pilzkrankheiten zu vermeiden. Staunässe ist tabu.

Beim Umtopfen empfiehlt sich ein Langzeitdünger. Während der Wachstumszeit, besonders im Sommer, sollten Sie alle zwei Wochen Flüssigdünger geben. Auch Kaffeesatz kann hin und wieder als natürlicher Dünger genutzt werden. Er versorgt die Pflanze mit Stickstoff und fördert gesundes Wachstum.

Rückschnitt: Wann und wie?

Der Rückschnitt stärkt die Pflanze. Schneiden Sie sie im frühen Frühjahr kräftig zurück. So wird der Wuchs dichter und es bilden sich mehr Verzweigungen. Kürzen Sie besonders die Triebspitzen. Ein regelmäßiger Schnitt sorgt für viele Blüten im Sommer.

Auch nach der Blüte kann die Pflanze zurückgeschnitten werden. Dann kürzen Sie lange, dünne Triebe, die das Bild stören.

Überwintern von Wandelröschen

Diese Pflanzenart ist nicht frostfest. Temperaturen unter 5 °C übersteht sie nicht. Deshalb muss sie an frostfreien Orten überwintert werden. Ideal sind etwa 10 °C.

Überwintern Sie die Pflanze im Topf an einem hellen, luftigen Ort, etwa im Wintergarten oder in der Garage. Gießen Sie sparsam, damit die Wurzeln nicht austrocknen. Ein Teil der Blätter fällt ab – das ist normal.

Bei guter Pflege schlägt die Pflanze im Frühjahr wieder aus und blüht neu.

Schritt-für-Schritt-Anleitung: Überwintern von Wandelröschen

  1. Schneiden Sie die Pflanze im Spätherbst zurück, um die Größe zu reduzieren.
  2. Entfernen Sie alte Blätter und säubern Sie den Topf.
  3. Stellen Sie die Pflanze an einen hellen, frostfreien Ort mit rund 10 °C.
  4. Gießen Sie nur etwas, damit die Wurzeln nicht austrocknen.
  5. Kontrollieren Sie die Pflanze regelmäßig auf Schädlinge und Krankheiten.

Besonderheiten und Sicherheit bei Wandelröschen

Diese Pflanze ist schön, aber giftig. Besonders die Früchte enthalten Stoffe, die bei Berührung oder Essen Beschwerden verursachen können. Halten Sie Kinder und Haustiere fern.

Die giftigen Inhaltsstoffe schützen die Pflanze in ihrer Heimat vor Fressfeinden. Beim Umgang empfiehlt sich das Tragen von Handschuhen.

Fazit

Das Wandelröschen ist eine bunte und pflegeleichte Pflanze für sonnige Balkone und Gärten. Der besondere Farbwechsel der Blüten macht sie sehr attraktiv. Mit dem richtigen Standort, guter Pflege und frostfreier Überwinterung bereitet sie lange Freude.

Wer eine einfache, aber dekorative Kübelpflanze sucht, findet mit dieser Art eine gute Wahl. Weitere Infos zu Pflege und Überwinterung finden Sie bei Mein Schöner Garten oder im Gartencenter Mecklenburg.

„Das Wandelröschen begeistert mit seiner farbenfrohen Blütenpracht und seiner unkomplizierten Pflege.“

Quelle: Baumkunde

FAQ

Ist das Wandelröschen winterhart?
Nein, die Pflanze verträgt keine Temperaturen unter 5 °C und muss an frostfreien Orten überwintert werden.

Wie überwintern Sie ein Wandelröschen richtig?
Stellen Sie die Pflanze im Topf an einen hellen und kühlen Ort bei etwa 10 °C. Gießen Sie sparsam. Ein Rückschnitt vor der Überwinterung ist sinnvoll.

Wann ist der beste Zeitpunkt für den Rückschnitt von Wandelröschen?
Der Rückschnitt erfolgt im zeitigen Frühjahr, um dichten Wuchs und reiche Blüte zu fördern.

Ist das Wandelröschen giftig bei Berührung?
Ja, alle Teile, vor allem die Früchte, sind giftig und können Hautreizungen verursachen. Tragen Sie Handschuhe beim Umgang.

Kann man Wandelröschen auf dem Balkon pflanzen?
Ja, die Pflanze eignet sich gut als Kübelpflanze für sonnige Balkone oder Terrassen.

Wie oft sollte man das Wandelröschen düngen?
Alle zwei Wochen während der Wachstumszeit mit Flüssigdünger. Beim Umtopfen empfiehlt sich ein Langzeitdünger.

Wie vermehrt man das Wandelröschen?
Am besten schneidet man im Frühjahr Stecklinge und bewurzelt diese in feuchtem Substrat. Das ist einfach und erfolgreich.